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Risikoaktivitäten: Keine Bewilligungs- und Zertifizierungspflicht für Jugendorganisationen und NGO

8 März 2012

Die Risikoaktivitätenverordnung regelt die Outdooraktivitäten in der Schweiz. Die NGO im Natur- und Umweltschutzbereich und die Jugendorganisationen dürfen nicht als gewerbsmässig klassifiziert werden.

Ab 2013 sollen gewerbsmässig angebotene Outdooraktivitäten, die an Bächen und Flüssen oder im Gebirge erfolgen, eine bessere Regelung erfahren. Das Parlament schuf 2010 mit dem Bundesgesetz über das Bergführerwesen und Anbietern weiterer Risikoaktivitäten eine rechtliche Grundlage. Bis Ende März befindet sich die Risikoverordnung in Vernehmlassung.

Die Bildungskoalition NGO begrüsst die Bestrebungen, das gewerbsmässige Anbieten von Risikoaktivitäten bewilligungspflichtig zu machen sowie zu zertifizieren, damit die Sicherheit der Kundinnen und Kunden steigt. Es fehlt aber eine präzise Definition in der Risikoverordnung, was unter Gewerbsmässigkeit zu verstehen ist. Bei Gewerbsmässigkeit muss der kommerzielle, touristische Aspekt gegenüber dem pädagogischen Stellenwert überwiegen.

Obwohl Jugendorganisationen und verschiedene NGO im Natur- und Umweltschutzbereich auf Freiwilligenarbeit bauen, erheben sie für viele natur- und erlebnisorientierte Aktivitäten einen verhältnismässig bescheidenen Beitrag an Kurs-, Lager- oder Exkursionskosten. Die Risikoverordnung muss klarstellen, dass diese Aktivitäten von Jugend- und Non-Profit-Organisationen nicht als gewerbsmässig klassifiziert werden und keiner Bewilligungspflicht unterstehen.

Die Risikoverordnung sieht vor, einen Teil der WanderleiterInnen, die Wanderungen mit einem bestimmten Schwierigkeitsgrad anbieten, in die Risikoverordnung einzubeziehen. Die Bildungskoaliton NGO lehnt diesen Schritt hier ab, da gemäss dem Schweizerischen Alpen Club SAC keine klare Risikoexposition besteht und somit die Orientierung an objektiven Gefahren fehlt.

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